Pressemitteilung zur Forschungsreise ins Silicon Valley

In der Pressemitteilung des ISF München vom 15. Oktober 2015 finden Sie alle wichtigen Informationen zur Forschungsreise ins Silicon Valley.

 

Pressemitteilung des ISF München vom 15. Oktober 2015

Fallstudien im Silicon Valley: ISF-Wissenschaftler treffen die Vorreiter der Digitalisierung

Die Forschungsgruppe „Informatisierung der Gesellschaft und Zukunft der Arbeit“ am Institut für Sozialwissenschaftliche Forschung – ISF München bricht am 19. Oktober 2015 zu einer zweiwöchigen Reise ins Silicon Valley auf. Ziel sind die Entwicklungslabs namhafter deutscher Unternehmen sowie der US-amerikanischen Vorreiter der digitalen Ökonomie. Die Reise findet statt im Rahmen des vom Bundesministerium für Forschung und Entwicklung geförderten Projekts „Digitale Dienstleistung in modernen Wertschöpfungs- systemen. Neue Produktivitätspotenziale nachhaltig gestalten“ (digit-DL). Sie soll profunde Einblicke in die Ökonomie der Bay Area ermöglichen.

„Wir wollen Expertengespräche mit den Strategen vor Ort führen und ihre dynamischen Geschäftsmodelle und Innovationsstrategien ergründen“, kündigt digit-DL-Projektleiter PD Dr. Andreas Boes an. Dabei interessieren nicht nur die etablierten Internet-Giganten und innovativen Start-ups des Silicon Valley, sondern auch dort ansässige, derzeit aufstrebende Unternehmen wie zum Beispiel die Crowdsourcing-Plattform Topcoder von Appirio. Auf dem Programm stehen darüber hinaus Besuche der Forschungs- und Entwicklungsabteilungen deutscher Konzerne in der Bay Area, unter anderem der Daimler Benz AG, SAP SE und der Software AG, sowie namhafter US-Vorreiterunternehmen der IT-Branche wie Hewlett-Packard.

Die im Silicon Valley ansässigen IT-Unternehmen und Technologiekonzerne zählen weltweit zu den Vorreitern der digitalen Ökonomie. Sie sind eingebettet in ein spezielles Innovationsökosystem aus Start-ups, etablierten Internetunternehmen, Bildungs- und Forschungseinrichtungen wie der Stanford University und Risikokapitalgebern. Dieses System ist ausgerichtet auf disruptive Innovationen, welche die etablierten Märkte und Wertschöpfungsketten grundlegend umwälzen. Entscheidend ist aus Sicht der ISF-Experten, dass die Akteure des Silicon Valley von einer neuen Grundorientierung geleitet werden. Sie denken die Digitalisierung vom Zugang zu Informationen und der Kommunikation zwischen Menschen her und nutzen damit die Potenziale und Spielräume aus, die der globale Informationsraum als neue soziale Handlungsebene und Raum der Produktion bietet.

„Dies scheint der Schlüssel zu ihrem Erfolg“, erklärt Andreas Boes. Denn: „Dies unterscheidet sie fundamental von der in Deutschland vorherrschenden Sichtweise, welche die Digitalisierung noch immer ausgehend vom Maschinenparadigma des 19. Jahrhunderts begreift und dem Leitbild einer vollständigen Automatisierung des Produktionsprozesses folgt.“ Im Zuge ihres Aufenthalts wollen die Wissenschaftler dieser These nachgehen und die speziellen Strategien und Konzepte der Unternehmen des Silicon Valley tiefer erforschen. In einem regelmäßigen Blog werden sie bereits vor Ort über ihre Eindrücke und erste Erkenntnisse berichten. Darüber hinaus sollen die Ergebnisse zeitnah in die deutsche Wirtschaft transferiert werden, unter anderem über den digit-DL-Expertenkreis „Unternehmen der Zukunft“ und im Rahmen der nächsten digit-DL-Konferenz am 28. Januar 2016 in Frankfurt.

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