Seminare an der TU Darmstadt im SoSe 2015

Das Forschungsteam „Informatisierung der Gesellschaft und Zukunft der Arbeit“ am ISF München bietet im Sommersemester 2015 wieder ein reichhaltiges Programm an Lehrveranstaltungen an der TU Darmstadt an.

Cloud und Crowd als neue Organisationskonzepte von Arbeit
Mit der zunehmenden Digitalisierung der Gesellschaft zeichnet sich eine „Revolution in der Arbeitswelt“ (Dettmer/Dohmen 2012) ab. Dabei geht es insbesondere um neue Organisationsformen der Arbeit durch Cloudworking und Crowdsourcing, die seit einigen Jahren in der medialen Öffentlichkeit für Furore sorgen.
Das Seminar reflektiert den damit verbundenen Wandel der Arbeitswelt aus sozialwissenschaftlicher Perspektive und fragt nach den Implikationen für das System gesellschaftlicher Arbeit.

Informatisierung der Gesellschaft und Zukunft der Arbeit
In diesem Seminar möchten wir folgende Fragen klären: Was bewirkt die Informatisierung in modernen Gesellschaften? Wie verändern sich Kommunikationsweisen und soziales Verhalten? Und vor allem: Welche Entwicklung nimmt die gesellschaftliche Arbeit durch die Informatisierung?

Informatisierung der Gesellschaft und Zukunft der Arbeit
Zentrale Themen der Vorlesung sind u.a.: Informatisierung und neue Formen der Industrialisierung von Arbeit, Globalisierung der Wissensarbeit, Karriere in modernen Unternehmen und Karrierechancen von Frauen, Subjekt und Belastung in der Arbeitswelt sowie Arbeitsbeziehungen in zentralen Bereichen der Angestelltenarbeit.

Wandel der Machtressourcen technischer Experten im Arbeitsleben – zwischen Creative Class und neuem Typ der Industrialisierung
Das Seminar thematisiert den Umbruch im Arbeitsleben technischer Experten aus einer arbeits- und industriesoziologischen Perspektive. Im Vordergrund steht der Wandel ihrer Machtressourcen, wobei nicht nur der Verlust in den Blick genommen, sondern ebenso nach der Entstehung neuer Machtpotenziale gefragt wird. Davon ausgehend soll nicht zuletzt auch das Verhältnis zwischen dem „Abstieg“ der Mittelschichten und dem Aufstieg einer neuen „creative class“ (R. Florida) in der gegenwärtigen sozialwissenschaftlichen Diskussion kritisch reflektiert werden.

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