digit-DL auf der BMBF-Dienstleistungstagung 2014

Das Projekt „Digitale Dienstleistung in modernen Wertschöpfungssystemen“ (digit-DL) hat sich am 27. und 28. Mai 2014 im Rahmen der Dienstleistungstagung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung im Berliner bcc erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. In der digit-DL-Session zum Thema „Arbeit in der Cloud“ haben Experten aus Wissenschaft, Unternehmen und Gewerkschaften über ihre Erfahrungen mit dem Thema Digitalisierung berichtet und erste Gestaltungsansätze für die Arbeit der Zukunft im Dienstleistungsbereich zur Diskussion gestellt.

Den aktuellen Forschungsstand sowie Analysen und Lösungsansätze aus dem Kreis der namhaften Experten, die das Projekt digit-DL begleiten, haben wir für Sie zusammengestellt.

Dienstleistungen neu denken
Ein Gespräch mit PD Dr. Andreas Boes und Dr. Tobias Kämpf

Andreas-Boes
Tobias-Kaempf

Ohne digitale Technologien können Unternehmen in einem Markt mit global verteilten Wertschöpfungsketten nicht überleben. Hiervon sind PD Dr. Andreas Boes und Dr. Tobias Kämpf, beide Wissenschaftler am ISF München, überzeugt. Sie glauben, dass Dienstleistungen „neu gedacht“ werden müssen. Welche Rolle dabei der globale Informationsraum und die IT-Industrie spielen, wie in Zukunft das System Arbeit aussieht, was die Strategen in den Dienstleistungsunternehmen von ihren Kollegen in der IT-Branche lernen können und was digit-DL zur Neugestaltung der Dienstleistungen beitragen kann, erläutern die Soziologen im folgenden Gespräch.

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Treiber der digitalen Revolution
Eine Bestandsaufnahme von Dr. Uwe Gross

Der Umwälzungsprozess, der im Moment die reale Welt mit der digitalen Welt verbindet, verläuft nach Beobachtung von Dr. Uwe Gross mit rasanter Geschwindigkeit. Der Leiter der IBM-Geschäftssparte „Application Innovation Services“ in Europa sieht vier Trends als Treiber dieser digitalen Revolution: Business Analytics, mobile Anwendungen und Lösungen, Social Media und die Möglichkeit, Funktionalitäten in der Cloud bereit zu stellen. Was dies in der Praxis bedeutet und welche Folgen diese Entwicklung für Gesellschaft und Wirtschaft hat, erklärt der Wirtschaftsinformatiker in diesem Beitrag.

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Herausforderungen für die Mitbestimmung
Ein Praxisbericht von Hans-Jürgen Kallmeier

Bei der Gestaltung der digitalen Arbeitswelt geht es nach Überzeugung von Hans-Jürgen Kallmeier nicht allein um Technik, sondern auch um einen Kulturwandel. In seinem Beitrag berichtet der Betriebsratschef von T-Systems International über seine Erfahrungen mit kollaborativem Arbeiten, virtuellen Teams und „Communities of Practice“, die global und funktionsübergreifend agieren. Er benennt die Vor- und Nachteile der neuen Kommunikationsformen, identifiziert die Handlungsfelder, die die Arbeit der Zukunft für die Betriebsräte in einem digitalisierten Umfeld mit sich bringt, und macht erste Vorschläge für „Leitplanken“ zum Schutz der Beschäftigten.

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Der Mensch in der digitalisierten Welt
Eine Analyse von Thomas Sattelberger

Ohne Menschen wird es keine moderne Arbeitswelt geben und ohne die Mitgestaltung von Menschen auch keine digitale Arbeitswelt. So lautet das Credo von Thomas Sattelberger. Der ehemalige Personalvorstand der Telekom AG analysiert in seinem Beitrag, wie die Digitalisierung Leben und Arbeit verändert, beschreibt die Trends, die das System Arbeit in Zukunft bestimmen werden und erklärt, warum die durch Open Innovation, Open Sourcing, Crowdsourcing und die Cloud ausgelösten Veränderungsprozesse „janusköpfig“ sind und disruptive Technologien die alten Branchen auf den Kopfstellen.

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Für gute digitale Arbeit
Ein Interview mit Christiane Benner

Für Christiane Benner ist es an der Zeit, dass die Politik eine Vision von digitaler Arbeit entwirft und regulierend eingreift. Das geschäftsführende Vorstandsmitglied der IG Metall plädiert in diesem Interview für stabile Rahmenbedingungen für alle Beschäftigten vom Festangestellten über den Soloselbstständigen bis hin zum Crowdworker. Sie beschreibt den Handlungsauftrag an die Gewerkschaften und wie diese die digitale Arbeitswelt mit gestalten können. Rechtssicherheit im virtuellen Raum ist für sie ein ebenso essentielles Thema wie Datensicherheit und Datenschutz.

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